Deutschland rangiert nach dem Korruptionsindex von Transparency International im europäischen Mittelfeld. Wie die Antikorruptionsorganisation mitteilte, steht die Bundesrepublik auf dem 12. Platz in Europa. Die vordersten Plätze für die am wenigsten korruptionsanfälligen Länder nehmen demnach Dänemark, Finnland und Schweden ein. Im internationalen Vergleich steht Neuseeland in der Spitzengruppe. Griechenland belegt im internationalen Vergleich Rang 80 und steht damit im europäischen Vergleich ganz hinten.


Der Index setzt sich nach Angaben von Transparency aus verschiedenen Expertenbefragungen zusammen und misst die bei Politikern und Beamten wahrgenommene Korruption. Deutschland erreiche auf einer Skala von 0 bis 100 ("keine wahrgenommene Korruption") 78 Punkte. Deutlich vor der Bundesrepublik lägen Dänemark (91 Punkte), Finnland (89) und Schweden (89). International reihe sich außerdem Neuseeland (91 Punkte) in die Gruppe der Spitzenreiter ein.

Die Tranparency-Vorsitzende Edda Müller sagte, nötig sei ein transparenter Rahmen, in dem sich Politiker und Interessenvertreter bewegten. Leider lasse der Koalitionsvertrag aber keine Fortschritte dabei erkennen. "Wir erwarten von Frau Merkel, dass sie Transparenz im Lobbyismus zur Chefinnensache macht", unterstrich Müller.