Val d'Isère (dpa) - Stefan Luitz hat Chancen auf den zweiten Weltcup-Sieg eines Deutschen im Riesenslalom. Über 40 Jahre nach dem Erfolg von Max Rieger rangierte der Skirennfahrer vom SC Bolsterlang nach dem ersten Durchgang in Val d'Isère an zweiter Stelle.

Sein Rückstand auf den führenden Franzosen Alexis Pinturault beträgt nur 30 Hundertstelsekunden. Platz drei belegt der Franzose Thomas Fanara zeitgleich mit dem Österreicher Marcel Hirscher. Der Garmischer Fritz Dopfer liegt mit einem Rückstand von 0,56 Sekunden auf Rang sechs. Der amerikanische Dauersieger Ted Ligety schied beim sehr anspruchsvollen Rennen aus - zum ersten Mal bei einem Riesenslalom-Weltcup nach viereineinhalb Jahren.

"Unter dem Lauf hab ich mir gedacht oh weh, oh weh, weil ich einfach kein gutes Gefühl gehabt habe. Dass der Zweier aufleuchtet, ist natürlich Wahnsinn", sagte der 21-jährige, der in diesem Winter nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrt ist. Auch Fritz Dopfer war "absolut zufrieden". "Unter dem Fahren war das Gefühl aber nicht so gut", erklärte der Garmischer. Beide haben bislang die halbe Norm für Olympia und sind auf Kurs Qualifikation. Benedikt Staubitzer erreichte mit knapp drei Sekunden Rückstand den 30. Rang, Dominik Schwaiger fuhr auf Platz 38. Felix Neureuther musste den Riesenslalom verletzt auslassen.