Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach Konjunkturdaten aus der Eurozone zugelegt. Für den Dax ging es nach zwei Verlustwochen in Folge bis zum Mittag um 1,32 Prozent auf 9125 Punkte nach oben.

Der MDax rückte um 0,80 Prozent auf 16 025 Punkte vor. Der TecDax stieg um 0,75 Prozent auf 1119 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 1,24 Prozent höher.

In Frankreich fiel der Einkaufsmanagerindex - ein zuverlässiger Wegweiser für das Wirtschaftswachstum - im Dezember zwar überraschend weiter zurück, in Deutschland nimmt die Konjunktur hingegen weiter Fahrt auf, auch wenn sich die Dynamik bei den Dienstleistern etwas abschwächt.

Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba ordnet die deutschen Einkaufsmanagerdaten robust ein. Sie bestätigten das Szenario einer konjunkturellen Belebung. Frankreich gerate dagegen ins Hintertreffen. Vor diesem Hintergrund dürfte die Europäische Zentralbank ihre expansiven Ausrichtung bestätigt sehen.

Die Aktien der Deutschen Telekom verteuerten sich an der Dax-Spitze um knapp vier Prozent. Sie profitierten von Übernahmefantasien nach einem Medienbericht über ein Interesse des US-Konzerns Sprint an der Tochter T-Mobile US.

Für die Commerzbank-Titel ging es um 3,33 Prozent nach oben. Das Institut fand einen Käufer für ein großes Paket von Schiffskrediten und kommt damit beim Abbau seiner Problemkredite voran.

Ein Händler verwies als Antrieb zudem auf einen positiv aufgenommenen Pressebericht. Einem Artikel des "Spiegels" zufolge ist es durchaus möglich, dass deutsche Banken von der geplanten Bankenabgabe für einen europäischen Abwicklungsfonds erst einmal verschont blieben.

Auf der Verliererseite standen gegen Mittag mit Fresenius Medical Care und Infineon lediglich zwei Werte. Sie gaben um bis zu 0,19 Prozent nach. Im MDax büßten die Papiere des Kupferproduzenten Aurubis 1,48 Prozent ein. Der Konzern will nach einem kräftigen Gewinneinbruch die Dividende deutlich zusammenstreichen.