London (SID) - Keine 24 Stunden nach der 0:5-Pleite gegen den FC Liverpool hat der englische Fußball-Erstligist Tottenham Hotspur seinen Teammanager André Villas-Boas gefeuert. Der Portugiese hatte schon Ende November beim Klub des dreimaligen deutschen Nationalspielers Lewis Holtby vor der Entlassung gestanden, verschaffte sich danach aber mit sieben Punkten aus drei Spielen etwas Luft. Nach dem Heimdebakel gegen Liverpool ist Tottenham nur Tabellensiebter der Premier League.

Der 36-Jährige, der 2011 mit dem FC Porto die Europa League gewonnen hatte, war seit 2012 Trainer der Spurs. Zuvor hatte Villas-Boas den FC Chelsea trainiert, wo er im Mai 2012 entlassen wurde. Bei den Spurs wurde Villas-Boas vor allem die verfehlte Transfer-Politik zum Verhängnis. Nachdem der Klub aus London im Sommer den Waliser Gareth Bale für 91 Millionen Euro an Real Madrid verkauft hatte, verpflichtete Tottenham unter anderem den Spanier Roberto Soldado, den Argentinier Erik Lamela (beide 30 Millionen), den Brasilianer Paulinho (20 Millionen) und den Dänen Christian Eriksen (14 Millionen) - sie enttäuschten allesamt.