Sydney/Berlin (dpa) - Mit spektakulärem Feuerwerk und rauschenden Silvesterpartys haben Menschen rund um den Globus den Beginn des Jahres 2014 gefeiert. In Großstädten wie Sydney, Berlin, London und New York erstrahlten Tausende Raketen am Himmel.

In Deutschland sprachen Polizei und Feuerwehr in ersten Bilanzen von überwiegend friedlichen Feiern. Dennoch gab es zahlreiche Unfälle mit Verletzten durch Feuerwerkskörper, Brände und Messerstechereien. In Paris und auf den Philippinen starben Menschen bei den Feiern.

In Berlin zog es zur größten Party des Landes Hunderttausende zum Brandenburger Tor. Rund zwei Millionen Gäste waren nach Schätzungen der Tourismusgesellschaft Visit Berlin in die Hauptstadt gekommen, um das neue Jahr zu begrüßen. Obwohl es auf der vollen Partymeile auf der Straße des 17. Juni meist friedlich zuging, lieferten sich unweit davon zwei Gruppen von jungen Männern eine Messerstecherei. Drei von ihnen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Mittwoch.

Auch in Köln wurden in der Neujahrsnacht bei einer Schlägerei sechs Menschen verletzt, einer davon schwer. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei am Mittwoch berichtete, hatten sich zwei Gruppen um kurz nach Mitternacht zunächst beschimpft. Später gingen sie mit einem Messer und Knüppeln aufeinander los. In Magdeburg bewarfen sich zwei Gruppen mit Knallern, die Polizei konnte nach eigenen Angaben aber dazwischengehen und Schlimmeres verhindern.

Vielerorts kam es zu Unfällen und Bränden wegen Feuerwerkskörpern. Im Berliner Stadtteil Pankow riss ein Böller einem 31-Jährigen die rechte Hand ab. Im bayerischen Aschaffenburg stürzte ein 24-Jähriger beim Zünden eines Feuerwerkskörpers sechs Meter in die Tiefe. Er brach nach Polizeiangaben durch ein Wellblech einer Garage und kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Offenburg in Baden-Württemberg wurden in der Silvesternacht nach Behördenangaben fünf Menschen durch Rauchgas schwer verletzt. Das Feuer war aus zunächst ungeklärter Ursache auf einem Balkon ausgebrochen.

In Hamburg verlor ein 33-Jähriger kurz nach Mitternacht beim Hantieren mit einem Böller den Mittelfinger einer Hand. Ein weiterer 55 Jahre alter Mann zog sich beim Zünden einer Raketenbatterie schwere Verletzungen und Verbrennungen im Gesicht zu. In Thüringen brannten wegen Böllern viele Balkone. In Sachsen-Anhalt brannte in Dessau-Roßlau ein Möbelhaus.

In Berlin rückte die Feuerwehr nach ersten Angaben 450 Mal wegen Bränden aus, insgesamt waren es 1667 Einsätze. Aus einem Hochhaus in Stadtteil Waidmannslust wurden wegen eines Feuers 35 Menschen befreit. In Hamburg rückte die Feuerwehr insgesamt 1099 Mal aus - im vergangenen Jahr waren es 1076 Einsätze gewesen.

In Frankreich starben zwei Menschen durch Gewalt und Feuerwerk. In Paris wurde bei den Feiern ein 20-Jähriger bei einem Streit durch einen Messerstich getötet. Im Elsass starb ein 29-Jähriger, der durch einen explodierenden Feuerwerkskörper tödliche Verletzungen erlitt.

Auf den Philippinen riss eine explodierende Bombe bei einer Silvesterparty laut Polizei sieben Menschen in den Tod, fünf weitere wurden verletzt. Unklar waren die Hintergründe der Tat in der Provinz Basilan 900 Kilometer südlich von Manila.

Im niederländischen Rotterdam behinderten Randalierer Feuerwehrleute daran, Brände zu Löschen.

Bevor in Deutschland die Sektkorken bei den Feiern knallten, hatten schon viele andere Länder das neue Jahr begrüßt: Als Erste waren die Einwohner von Samoa und auf den Line-Inseln Kiribatis im Pazifik dran gewesen - und zwar am Dienstag um 11.00 Uhr unserer Zeit (MEZ), einige Stunden später folgte Sydney um 14.00 Uhr MEZ mit seinem legendären, schillernden Feuerwerk rund um die Oper. In New York begrüßten die Menschen 2014 dagegen erst um 6.00 Uhr MEZ am Mittwoch. Dort feierten rund eine Million Menschen auf dem Times Square mit Jubel und Konfetti.

Den Abschluss der weltweiten Partys werden die Hawaiianer bilden: Sie rutschen, wenn es bei uns Mittwoch 11.00 Uhr (MEZ) ist, als Letzte ins neue Jahr.