Lausanne (SID) - IOC-Präsident Thomas Bach hat in seiner Neujahrsbotschaft Olympische Winterspiele in Sotschi frei von politischen Einflüssen gefordert und die Terroranschläge in Wolgograd erneut scharf verurteilt. "In Sotschi werden die Athleten wieder die Magie der Olympischen Spiele und des Olympischen Dorfes entdecken. Sie werden die Fähigkeit der Olympischen Spiele erleben, Brücken zu bauen und Mauern einzureißen", teilte Bach mit: "Sotschi soll eine Demonstration von Einheit in Vielfalt sein und von bemerkenswerten sportlichen Leistungen - keine Plattform für Politik oder Teilung."

Dies sei umso wichtiger vor dem Hintergrund der "feigen Terrorattacken" in Wolgograd, die wir "ganz und gar verurteilen", sagte der erste deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC): "Terrorismus darf niemals siegen." Der 60-Jährige sprach den russischen Behörden erneut sein Vertrauen aus, für "sichere Winterspiele für alle Athleten und Beteiligten" zu sorgen. Bach zeigte sich zuversichtlich, dass Sotschi ein "exzellentes Event von höchster Qualität" werde.

In Wolgograd, 700 Kilometer von Sotschi entfernt, waren am Sonntag und Montag bei zwei Bombenanschlägen 34 Menschen getötet worden. Der russische Präsident Wladimir Putin reiste am Neujahrstag überraschend selbst nach Wolgograd und brandmarkte die Anschläge als "scheußliches Verbrechen". In seiner Neujahrsansprache hatte er zuvor die "totale Vernichtung" aller "Terroristen" angekündigt. 

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Der tschetschenische Terror-Chef Doku Umarow hatte angekündigt, die Winterspiele (7. bis 23. Februar) mit allen Mitteln verhindern zu wollen.