Berlin (dpa) - Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien lassen sich nach Einschätzung des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit keineswegs pauschal als Armutszuwanderer bezeichnen. Einige im Dezember veröffentliche Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Überblick:

- Das IAB schätzt, das zur Mitte des vergangenen Jahres 368 000 Bulgaren und Rumänen in Deutschland lebten. Für 2013 gehen die Wissenschaftler von einer sogenannten Nettozuwanderung von 70 000 Personen aus. Durch die Einführung der Freizügigkeit werde sie 2014 auf 100 0000 bis 180 000 Personen steigen.

- Die Arbeitslosenquote unter Rumänen und Bulgaren lag Mitte 2013 demnach mit 7,4 Prozent leicht unter dem Bevölkerungsdurchschnitt (7,7) und deutlich unter dem der ausländischen Bevölkerung insgesamt (15).

- Auf Hartz-IV-Bezug waren laut IAB rund 10 Prozent aller Bulgaren und Rumänen in Deutschland angewiesen: mehr als in der Gesamtbevölkerung (7,5), aber deutlich weniger als bei allen Ausländern (15).

- In einigen strukturschwachen Kommunen wie Duisburg, Dortmund und Berlin konzentrieren sich die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Bulgaren und Rumänen. Dort waren laut IAB 60 bis 75 Prozent der Bulgaren und Rumänen weder erwerbstätig, noch erhielten sie Sozialleistungen.

IAB-Studie zu Arbeitsmigration