Die Mehrzahl der Bundesbürger befürwortet die Zuwanderung nach Deutschland, sieht jedoch die damit einhergehenden Probleme als zu wenig beachtet. Das ermittelte der ARD-Deutschlandtrend bei einer repräsentativen Befragung.

Rund zwei Drittel der Befragten sagten, dass die deutsche Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland brauche. Zuwanderung sei überwiegend positiv für Deutschland, gab knapp die Hälfte an. Die Mehrzahl der Befragten, 76 Prozent, ist der Meinung, dass sich die Parteien zu wenig um Probleme kümmern, die durch Zuwanderung entstehen.

Auslöser der Debatte um eine mögliche Armutszuwanderung ist die seit dem 1. Januar geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren in der EU. Sie brauchen nun keine gesonderte Genehmigung mehr, um in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Für Diskussion sorgten Forderungen der CSU, Maßnahmen gegen Sozialleistungsbetrug durch EU-Zuwanderer zu entwickeln.