Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler hat im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor - seinen Erzrivalen konnte er damit aber noch nicht das Wasser reichen.

Wie der Dax-Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte, setzte er 2013 fast 1,46 Millionen Mercedes-Benz ab. Das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem neuen Bestwert. Zusammen mit Smart kam Daimler 2013 sogar auf 1,56 Millionen Pkw.

Der Oberklasse-Konkurrenz können die Stuttgarter damit allerdings noch nicht davonfahren: Rivale Audi kam im gleichen Zeitraum auf 1,57 Millionen Stück. BMW hat seinen Gesamtabsatz noch nicht vorgelegt, lag aber bereits nach elf Monaten bei 1,78 Millionen Autos. Daimler will die beiden Rivalen spätestens 2020 überholt haben.

Dazu hatten die Schwaben zuletzt unter anderem auf dem wichtigen Wachstumsmarkt China - wo sie zuletzt hinterherhinkten - einige Weichenstellungen vorgenommen. Dazu zählen etwa der Umbau des Vertriebs und ein eigener Vorstand für das Riesenreich.

2013 lag das Absatzplus für Daimler in China mit 218 045 Fahrzeugen bei mehr als 11 Prozent. Zum Vergleich: Audi verkaufte in China im vergangenen Jahr allerdings fast 492 000 Autos. BMW kam auf 362 500 Wagen.

Ein Schub für Daimler kam den Angaben zufolge weltweit vor allem von neuen Modellen wie der Limousine E-Klasse und dem sportlichen Coupé CLA, der Absatz stieg in allen Verkaufsregionen. "Das zweistellige Absatzplus in China zeigt: Wir sind auch hier auf dem richtigen Weg", betonte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Im laufenden Jahr will Daimler die Aufholjagd mit den Rivalen BMW und Audi weiter vorantreiben. Dann sind nicht nur die Limousinen der E- und S-Klasse und der CLA in allen Märkten verfügbar. Auch die neue C-Klasse und der kompakte Geländewagen GLA starten 2014.