Tauberbischofsheim (SID) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat in der Debatte um das Coming-out von Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger mehr Ruhe gefordert. "Ich begrüße das. Ich möchte aber davor warnen, dass wir das jetzt zu hochstilisieren", sagte der für den Sport zuständige Bundesminister dem SID.

Der neue Innenminister plädierte dafür, dem Thema die Aufgeregtheit zu nehmen. "Wenn die sexuelle Orientierung keine Rolle spielen soll, wenn das normal ist, unterschiedlich zu sein, dann darf es auch nicht extravagant sein, damit umzugehen", betonte der Minister.

De Maizière nahm sich selbst von der Kritik nicht aus. Die Forderung nach mehr Sachlichkeit sei, so der Minister,  "vor allem an uns gerichtet. Wir machen es anderen schwerer, wenn wir es immer zu einem besonderen Akt machen." Hitzlsperger hatte sich am Mittwoch als erster prominenter Fußballer in Deutschland zu seiner Homosexualität bekannt.