Augsburg (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hat den Insolvenz-Antrag des katholischen Weltbild-Verlags als Tragödie bezeichnet und die Kirche scharf angegriffen. Der Verlag gehört unter anderem zwölf Bistümern. Weltbild hatte seinen Schritt damit begründet, dass die Eigentümer nicht bereit gewesen sein, den gestiegenen Finanzbedarf des Unternehmens in den kommenden Jahren zu decken. Jahrelang fette Gewinne abschöpfen und dann, wenn die Belegschaft Hilfe brauche, zugesagte Gelder wieder streichen. Widerlicher gehe es eigentlich nicht, sagte der zuständige Verdi-Sekretär, Thomas Gürlebeck.