Helsinki (SID) - Finnlands Sportminister Paavo Arhinmäki hat sich in die große Schar der Politiker eingereiht, die die Olympischen Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) boykottieren. Arhinmäki nannte unter anderem die Verletzung der Menschenrechte in Russland als Grund für sein Fernbleiben.

"Als Politiker musss ich es nicht unterstützen, wenn Menschenrechte missachtet, die freie Meinungsäußerung gegeißelt und sexuelle Minderheiten verfolgt werden", sagte der Politiker. Zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2013 in Moskau war Arhinmäki noch gereist, hatte dort aber mit dem Tragen einer Regenbogenfahne gegen die verschärften Homosexuellen-Gesetze von Russlands Staatschef Wladimir Putin protestiert.

Arhinmäki gehört zu einer Reihe von Regierungsvertretern und Staatsoberhäuptern, die den Spielen am Schwarzen Meer fernbleiben. Dazu zählen Bundespräsident Joachim Gauck, US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Staatschef Francois Hollande sowie Israels Premierminister Benjamin Netanyahu. Großbritanniens Premierminister David Cameron und Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchen die ersten Winterspiele  Russlands ebenfalls nicht und werden von ihren Sportministern Helen Grant und Thomas de Maizière vertreten.