Frankfurt/Main (dpa) - Der Transport ihrer Goldbestände nach Deutschland ist nach Angaben der Bundesbank bisher reibungslos verlaufen.

"Zwischenzeitlich konnten bereits 37 Tonnen Gold von ausländischen Lagerorten nach Frankfurt am Main verlagert werden, davon 32 Tonnen aus Paris und 5 Tonnen aus New York", teilte die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mit. "Dabei gab es keinerlei Beanstandungen - auch nicht bezüglich des Feingehalts oder des Gewichts der Barren."

Der Großteil des deutschen Goldes lagert im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed. Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über.

Nachdem Ende 2012 eine Debatte über die Sicherheit des Milliardenschatzes im Ausland entflammt war, hatte die Bundesbank angekündigt, bis 2020 schrittweise 300 Tonnen Gold von New York und 374 Tonnen Gold von Paris nach Frankfurt zu verlagern.

Dann soll rund die Hälfte der knapp 3400 Tonnen Goldreserven in Deutschland lagern. Zuvor war es weniger als ein Drittel (31 Prozent).

Die Bundesbank hatte die Sorge um die Sicherheit ihrer Goldreserven nie geteilt. "Wir haben keinerlei Zweifel an der Integrität und Zuverlässigkeit unserer Partner", betonte die Notenbank stets.

Hingegen forderte der Transatlantik-Beauftragte der Bundesregierung, Philipp Mißfelder (CDU), die Verlagerung sämtlicher Goldreserven der Bundesrepublik nach Deutschland. Nach der angekündigten Auflösung des Goldlagers in Paris sagte Mißfelder der "Bild"-Zeitung (Montag): "Ich ermutige die Bundesbank, nun auch das Gold aus London und New York komplett nach Deutschland zu holen."

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele erklärte am Montag, die Notenbank habe alle Goldbarren, die nicht dem marktüblichen Standard entsprachen, umschmelzen lassen. Bei dem Prozess sei eine Vermischung mit fremdem Gold ausgeschlossen. Ende November 2013 hatte die Bundesbank Gold und Goldfordrungen im Wert von 107,7 Milliarden Euro in ihren Büchern.