Sotschi (SID) - Zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Organisationskomitee der Winterspiele in Sotschi droht erstmals Ärger. OK-Chef Dimitri Tschernischenko widersprach IOC-Präsident Thomas Bach und bestätigte, dass politische Aussagen während der Spiele nicht erlaubt seien. Bach hatte bei einer Telefonkonferenz gesagt, die Athleten hätten "Meinungsfreiheit" und dürften sich bei Pressekonferenzen auch zu politischen Themen äußern.

Strafen drohten einzig, sollten sich die Sportler während der Wettbewerbe oder bei den Medaillenvergaben entsprechend äußern. Tschernischenko sieht das anders: "Meiner Meinung nach dürfen Athleten gemäß der Olympischen Charta keine nicht-sportlichen Themen ansprechen." Sie könnten das in der Demonstrationszone 18 Kilometer außerhalb des Zentrums von Sotschi tun.

Entsprechende Kontroversen könnten vor allem das russische Gesetz betreffen, das Propaganda homosexueller Menschen in Anwesenheit Minderjähriger unter Strafe stellt. Demnach könnten gar Gefängnisstrafen für jene drohen, die sich positiv über Homosexualität äußern.