Düsseldorf (dpa) - Das Düsseldorfer Landgericht verhandelt heute den Fall des rauchenden Mieters, dem die Wohnung gekündigt wurde. In erster Instanz entschied das Amtsgericht in einem vielbeachteten Urteil, dass der fristlose Rauswurf rechtmäßig sein könne, wenn der Qualm die Nachbarn extrem belästige.

Führe der Rauch im Treppenhaus für andere Mieter zu einer unzumutbaren Geruchsbelästigung, müsse der Vermieter das nicht hinnehmen.

Der 75 Jahre alte Witwer lebt seit 40 Jahren in der Wohnung und raucht seit einem halben Jahrhundert. Ein Urteil wird das Landgericht am Donnerstag wohl noch nicht sprechen.

Die Vermieterin hatte vor dem Amtsgericht argumentiert, der Mann habe eineinhalb Jahre lang nicht über die Fenster, sondern in den Hausflur gelüftet. Abmahnungen habe er ignoriert. Mehrere andere Mieter hätten sich beschwert und in einem Fall mit Kündigung gedroht.