Berlin (dpa) - Noch nie haben die Bundesbürger mehr Urlaub gemacht als im vergangenen Jahr. Insgesamt waren knapp 55 Millionen Urlauber unterwegs und unternahmen fast 71 Millionen Reisen von fünf Tagen und mehr.

Auch die Ausgaben erreichten mit 64 Milliarden Euro eine neuen Höchstwert. Das hat die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ergeben, die am Mittwoch auf der ITB in Berlin vorgestellt wurde.

Hinzu kommen knapp 76 Millionen Kurzreisen von zwei bis vier Tagen. Auch für 2014 seien die Aussichten glänzend. Zum Jahresanfang beurteilten die Bundesbürger ihre persönliche wirtschaftliche Situation noch einmal besser als im Vorjahr.

"Die Deutschen verreisen, egal ob es wirtschaftliche oder gesellschaftliche Probleme gibt oder nicht", erklärte Professor Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft. Das Reisen habe für die Deutschen einen sehr hohen Stellenwert.

Beliebtestes Reiseziel war erneut Deutschland mit einem Anteil von 30 Prozent. Wie in den Vorjahren folgten dahinter Spanien, Italien, die Türkei und Österreich. Einer der Gewinner 2013 war Griechenland, das deutlich zulegte.

Die Pauschalreise wird zwar weiter favorisiert, und das Reisebüro bleibt die wichtigste Buchungsstelle für die Bürger. Dennoch sei ein Strukturwandel zugunsten der Einzelbuchung zu beobachten, heißt es in der Reiseanalyse. So buchen die Verbraucher ihre Reisen immer mehr online. Das zeigt die Zunahme der Onlinebuchungen von 11 Prozent aller Reisen im Jahr 2005 auf 31 Prozent im Jahr 2013.

Die Forschungsgemeinschaft untersucht das Reiseverhalten der Deutschen bereits seit mehr als 40 Jahren. Die jüngsten Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 7500 Personen im Januar 2014.