Neu Wulmstorf (dpa) - Ein 18-Jähriger steht im Verdacht, ein elfjähriges Mädchen im niedersächsischen Neu Wulmstorf getötet zu haben.

Gegen den jungen Mann sei Haftbefehl erlassen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Leiche des Kindes war in der Nacht zum Samstag in einem Schuppen entdeckt worden.

Der mutmaßliche Täter kommt nach Angaben der Polizei aus dem familiären Umfeld des Mädchens. Er wurde kurz nach dem Fund der Leiche festgenommen. Zum Tatvorwurf schweigt er bislang.

"Wir sind alle hier geschockt", sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Wolf Rosenzweig (SPD). Das Verbrechen ereignete sich nach seiner Kenntnis im städtisch geprägten Kernort der 56 Quadratkilometer großen Gemeinde vor den Toren Hamburgs.

Der Verdächtige werde anwaltlich vertreten, sagte Staatsanwalt Kai Thomas Breas. Er rechne kurzfristig nicht mit einer Aussage. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft keine weiteren Einzelheiten bekanntgeben.

Zur Gemeinde Neu Wulmstorf gehören neben dem städtischen Kernort mehrere Dörfer. Viele Einwohner arbeiten in Hamburg.