Nürnberg (dpa) - Die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben sich erstmals seit fünf Monaten wieder leicht eingetrübt. Die Chefs der 156 Arbeitsagenturen sähen die Entwicklung nicht mehr ganz so optimistisch wie in den zurückliegenden Wintermonaten.

Dies teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. Das auf Basis der Agentur-Umfrage monatlich ermittelte Arbeitsmarktbarometer sank im März um 0,6 Zähler auf 101,8 Punkte.

Trotz des Dämpfers bewege sich der Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten weiterhin auf einem "guten Niveau", betont das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA). "Die Arbeitsagenturen gehen von einem moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit aus, sind aber etwas weniger optimistisch als in den Vormonaten", kommentierte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber die jüngsten Daten.

Trotz der leicht eingetrübten Stimmung der deutschen Wirtschaft wegen des Ukraine-Konflikts blieben die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt unverändert gut, unterstrich Weber. Er geht weiterhin davon aus, dass die Arbeitslosen "in diesem Jahr stärker von dem Job-Boom in Deutschland profitieren werden als im letzten Jahr". Ein Problem stelle weiterhin der hohe Anteil Geringqualifizierter dar. Auch gebe es mit rund einer Million immer noch zu viele Langzeitarbeitslose.

IAB-Pressemitteilung zum aktuellen Arbeitsmarktbarometer