Berlin (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw sieht die Möglichkeiten der Fußball-Nationalmannschaft für hochwertige Testspiele durch die Einführung einer europäischen Nationenliga eingeschränkt.

Das DFB-Team wolle sich auch in Zukunft weiter mit "Nationen außerhalb Europas messen", sagte Löw. "Die Termine und Gelegenheiten hierfür zu finden, wird sicher nicht einfacher", erklärte der Bundestrainer. Die Europäische Fußball-Union hatte beschlossen, nach der WM 2018 eine Nationenliga in Europa zu starten und Freundschafts-Länderspiele weitgehend abzuschaffen.

Die deutsche Mannschaft wird nach den bisherigen Plänen in der Top-Division der Nationenliga auf Mannschaften wie Spanien, Italien oder England treffen. "Wir wollen am liebsten immer gegen die großen Nationen im Weltfußball spielen, auch außerhalb der WM- und EM-Turniere. Nur dann können wir uns weiterentwickeln", sagte Löw. Wenn dies im Rahmen der Nationenliga möglich sei, könne der DFB "aus rein sportlicher Sicht damit leben".

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff rief dazu auf, "Neuerungen offen entgegenzutreten". Der DFB könne und wolle sich innerhalb der UEFA nicht einigeln. Allerdings warnte Bierhoff auch: "Wir alle stehen in der Verantwortung, die Schraube nicht zu überdrehen."

DFB-Mitteilung