Belgrad (dpa) - Die Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie (38) hat bei einer Konferenz in Bosnien der Opfer des Völkermords von Srebrenica gedacht.

"Diese Region hat einen schrecklichen Krieg erlebt. Für viele Menschen in Bosnien und Herzegowina kam die Hilfe zu spät und ich weiß, dass das bis heute schmerzt", sagte Jolie am Freitag in Sarajevo bei einer Konferenz über sexuelle Gewalt in Konflikten. Serbische Truppen hatten 1995 im ostbosnischen Srebrenica bis zu 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet und damit den größten Völkermord auf europäischem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg verübt.

Jolie wollte nach ihrem Auftritt in Sarajevo gemeinsam mit dem britischen Außenminister William Hague nach Srebrenica weiterreisen. Der Besuch ist Teil von Hagues Initiative gegen Vergewaltigungen in Konfliktgebieten. Jolie feierte 2011 mit dem bosnischen Kriegsdrama "Liebe in Zeiten des Krieges" (In the Land of Blood and Honey) ihr Regiedebüt. Im Mittelpunkt des in der Zeit des bosnischen Bürgerkrieges (1992-1995) spielenden Films steht eine Liebesgeschichte zwischen einer Muslimin und einem serbischen Soldaten.