Hamburg (dpa) - Sie zählten zur DDR-Zeit zu den stilprägenden Fotografen des Ostens: Ute Mahler und Werner Mahler. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen vom 11. April bis zum 29. Juni die erste gemeinsame Werkschau der beiden Fotografen.

Die Spannweite der Ausstellung im Haus der Photographie reicht von sozialkritischen Reportagen über Landschaftsaufnahmen bis zu sensiblen Porträts und Modefotografien, teilten die Deichtorhallen in Hamburg mit. "Keine Situation schaffen, sondern die Situation erkennen und sie interpretieren" lautet das Credo der beiden Fotografen, die als Jugendliche gemeinsam beschlossen, Fotografen zu werden, und seit mehr als 40 Jahren ein Paar sind.

Die Werkschau zeigt eindrucksvolle dokumentarische Serien wie "Berka 1977/78", "Abiturienten", "Steinkohlenwerk Martin Hoop", "Fans" von Werner Mahler und "Zusammenleben", "Erotikprogramm", "Brüder und Schwestern" und "Bomber" von Ute Mahler. Darüber hinaus sind Landschaftsaufnahmen von Werner Mahler und Prominentenporträts von Ute Mahler sowie beider Modeaufnahmen zu sehen. Seit 2009 arbeiten beide erstmals an gemeinsamen Werkgruppen. Auf die Arbeit "Monalisen der Vorstädte", die Mädchen in fünf Städten Europas zeigt, folgte die Serie "Wo die Welt zu Ende war". Erstmals zu sehen sind Arbeiten aus der neuen gemeinsamen Werkgruppe "Die seltsamen Tage".

Ute Mahler, geboren 1949 in Berka, Thüringen, arbeitete als freiberufliche Fotografin vornehmlich für die legendäre Zeitschrift "Sibylle" und nach der Wende u.a. auch für den "Stern". Werner Mahler, geboren 1950 in Boßdorf, Sachsen-Anhalt, arbeitete als freiberuflicher Fotograf u.a. für die Zeitschriften "Für Dich" sowie für "Sibylle". Nach dem Mauerfall gründen Ute und Werner Mahler mit anderen ostdeutschen Fotografen die erfolgreiche Agentur "Ostkreuz", der 2004 die Gründung der "Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung" folgt. Seit 2000 lehrt Ute Mahler an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

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