Cottbus (SID) - Fußball-Zweitligist Energie Cottbus ist nach der Wurfattacke auf Schiedsrichter-Assistent Thomas Stein nach dem Ost-Derby gegen Dynamo Dresden am vergangenen Freitag mit einem Teilausschluss der Fans für das Spiel gegen den FC St. Pauli (17. April) bestraft worden. Zudem muss das Tabellenschlusslicht 10.000 Euro bezahlen und bis zur neuen Saison einen Tunnel zum Schutz der Spieler, Schiedsrichter und Verantwortlichen errichten.

In das Strafmaß spielten auch Vorkommnisse beim Heimspiel gegen 1860 München hinein. Dort war Schiedsrichter-Assistent Stefan Glasmacher (Alsdorf) von einer Münze am Oberschenkel getroffen worden. Schlimmer hatte es Stein (Weibersbrunn) am vergangenen Freitag beim 0:0 gegen Dresden erwischt. Er erlitt eine Platzwunde und musste vom Cottbuser Mannschaftsarzt Hartmut Thanke geklammert werden.

"Wir haben uns mit dem Verband auseinandergesetzt und ein weitaus drastischeres Strafmaß verhindert, auch ein Geisterspiel stand angesichts der Schwere des Vergehens in Form von Körperverletzung im Raum", sagte der Cottbuser Geschäftsführer Norman Kothe.

Gegen St. Pauli müssen Teile der Nordwand des Stadions der Freundschaft mit 1000 Dauerkartenplätzen geschlossen bleiben. Allerdings bietet der Verein für das Spiel verbilligte Stehplätze in anderen Bereichen des Stadions an.