Mannheim (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat ein Tabu gebrochen und erstmals eine Liga mit einem Namenssponsor ausgestattet. Die Frauen-Eliteklasse wird künftig unter dem offiziellen Namen "Allianz Frauen-Bundesliga" firmieren. Der Versicherungskonzern wird die Liga ab der kommenden Saison finanziell unterstützen. Der Vertrag läuft fünf Jahre. Nach SID-Informationen zahlt das Unternehmen 1,2 Millionen Euro pro Saison.

"Der DFB war nun zu einem Schritt bereit, den er noch nirgendwo anders gemacht hat", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Unterzeichnung des Abkommens am Donnerstag in Mannheim: "Wir hätten es nicht gemacht, wenn es nur ein kurzfristiges Engagement gewesen wäre. Für den DFB ist dieser Vertrag viel mehr wert als nur Geld. 

Das Geld wird in gleichen Teilen an alle zwölf Bundesligisten verteilt. Somit erhält jeder Klub 100.000 Euro. "Die Allianz mit der Allianz ist ein starkes Signal", sagte Ligasprecher Siegfried Dietrich vom siebenmaligen Meister 1. FFC Frankfurt dem SID: "Für die Frauen-Bundesliga ist ein Quantensprung realisiert worden. Die solidarische Verteilung wird mit dazu beitragen, dass sich die zwölf Liga-Filialen im Gleichschritt entwickeln können."

Der Versicherer wird auf den Trikotärmeln aller Klubs und in den Stadien der Bundesligisten für sich werben. Ein Schwerpunkt soll zudem auf der Werbung in den sozialen Netzwerken liegen.

Die Allianz ist seit 2011 "Offizieller Partner" des DFB, "Hauptpartner" der Frauen-Nationalmannschaft sowie "Offizieller Versicherer" des Verbandes. Das Unternehmen hatte erst im Februar seinen Einstieg für 110 Millionen Euro bei Rekordmeister Bayern München bekannt gegeben. Der Allianz-Anteil bei den Bayern beträgt 8,33 Prozent.