Rovinj (SID) - Auf der zweiten Station des Red Bull Air Race 2014 gibt sich der WM-Zirkus am 12. und 13. April erstmals im kroatischen Rovinj die Ehre. Der Brite Paul Bonhomme, der dank seines Auftakterfolgs vom März in Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate die Führung in der Gesamtwertung innehat, rechnet an der nordkroatischen Adriaküste mit einer engen Entscheidung.

Durch die neuen Regeln für die Saison 2014, darunter die Einführung von Einheitsmotoren für alle Flugzeuge, hat die Leistungsdichte im Feld zugenommen. "Ich hätte nicht gedacht, dass es so eng wird", erklärte Bonhomme: "Dass das Feld durch die neuen Regeln zusammenrückt, hatte ich schon erwartet. Mit so einer Leistungsdichte hätte ich aber wirklich nicht gerechnet. Mittlerweile kann man sich keinen Fehler mehr leisten."

Auf einen solchen bei Bonhomme hofft vor allem der Österreicher Hannes Arch, der sich als Zweiter in Abu Dhabi dem Briten nur um 0,337 Sekunden geschlagen geben musste. Der Deutsche Matthias Dolderer (Tannheim), Sechster beim Auftakt, sieht dem Wochenende auch aus persönlichen Gründen mit Vorfreude entgegen: "Wir sind das erste Mal in Kroatien, und das ist so etwas wie ein Heimrennen für mich. Es werden viele Freunde kommen - das motiviert zusätzlich." In der Challenger-Klasse steigt Claudius Spiegel (Eichstätt) als zweiter Deutscher in die Lüfte.

Beim Red Bull Air Race müssen die Piloten ihre Maschinen möglichst schnell durch einen aus aufblasbaren Pylonen bestehenden Slalomkurs lenken. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h. Rovinj ist die zweite von acht Stationen der WM-Serie 2014.