Hamburg (SID) - Geschäftsführer Thorsten Storm vom Bundesliga-Zweiten Rhein-Neckar-Löwen hat den Rahmenterminplan im Handball scharf kritisiert. Unmittelbar vor dem Final Four in Hamburg beschwerte sich der Manager über die Tatsache, dass sein Klub innerhalb von nur sieben Tagen beim Finalturnier im DHB-Pokal, zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den THW Kiel und schließlich zum Champions-League-Kracher gegen den FC Barcelona antreten müsse.

"In einer Woche haben wir drei Spiele, die alle für sich einen Spannungsbogen von einer Woche verdient hätten. Daran sieht man das große Problem dieser Sportart: den völlig überfrachteten Terminkalender", sagte Storm dem Internetportal t-online.de: "Die ganze Entscheidung einer kompletten Saison in eine Woche zu drücken, das möchte ich mal in einer anderen Sportart sehen."

Vor allem in der Champions League sieht Storm sein Team gegenüber der Weltklasse-Mannschaft aus Spanien im Nachteil. "Barcelona räumt sich da einfach zwei Spiele in der Liga frei für das Viertelfinale, das können wir nicht. Wir haben dann einige harte Spiele hinter uns", sagte der 49-Jährige: "Es geht nur über das Adrenalin, und man muss sehen, wie lange die Kraft reicht."

Storm hatte bereits im Laufe der Woche für Wirbel gesorgt. Der Löwen-Chef kritisierte die Personalpolitik des deutschen Rekordmeisters THW Kiel und warf dem Tabellenführer vor, bei den größten Konkurrenten wildern zu wollen.

Die Rhein-Neckar Löwen treffen im Halbfinale des DHB-Pokals am Samstag auf Flensburg-Handewitt, das zweite Semifinale bestreiten MT Melsungen und die Füchse Berlin (15 Uhr, 17.45 Uhr/Sport1). Im Achtelfinale hatte das Löwen-Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson den THW ausgeschaltet.