New York (SID) - Die Eigentümer der NBA-Klubs haben einen ersten Schritt unternommen, Donald Sterling zum Verkauf der Los Angeles Clippers zu zwingen. Der Besitzer des kalifornischen Teams war am Dienstag wegen rassistischer Äußerungen lebenslang gesperrt worden. In einer ersten Telefonkonferenz sprach das Beratungs- und Finanzkomitee der Liga nun über weitere Maßnahmen. NBA-Boss Adam Silver hatte bei Bekanntgabe der Strafe gefordert, Sterling solle seinen Klub verkaufen.

Dafür müssen drei Viertel der anderen 29 Besitzer stimmen. "An diesem Nachmittag kam das Beratungs- und Finanzkomitee zusammen, um den Prozess zur Beendigung der Eigentümerschaft der Los Angeles Clippers von Donald T. Sterling zu diskutieren", hieß es in einer kurzen Mitteilung. Ein weiteres Meeting soll in der kommenden Woche stattfinden. Der 80-jährige Sterling hatte die Clippers 1981 für zwölf Millionen Dollar gekauft. Der Wert des Teams wird mittlerweile auf mindestens 575 Millionen Dollar geschätzt. 

Ein Foto von NBA-Legende Magic Johnson mit Sterlings fast 50 Jahre jüngerer Freundin V. Stiviano (31) war Mitauslöser der auf Band mitgeschnittenen Hasstirade des Milliardärs. "Du kannst mit ihnen schlafen, du kannst machen, was du willst. Ich bitte dich nur, das nicht zur Schau zu stellen und sie nicht mit zu meinen Spielen zu bringen", hatte Sterling gesagt. Neben der Sperre brummte ihm die Liga auch noch die höchstmögliche Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar auf.

NBA-Boss Silver war sich sicher, dass die Eigentümer seiner Empfehlung folgen würden. Doch es gab auch andere Stimmen. So warnte der viermalige MVP LeBron James, er habe bisher nur einige wenige Besitzer sagen hören, dass sie der Entscheidung von Adam Silver zustimmen. "Man braucht immer noch eine Dreiviertel-Mehrheit. Bisher habe ich aber nur Äußerungen von drei oder vier gehört. Wir brauchen mehr als drei oder vier", so James.