München (dpa) - Die Staatsanwaltschaft hat gleich zu Beginn des zweiten Prozesstages ihre Einschätzung bekräftigt, dass das Motiv für Bernie Ecclestones 44-Millionen-US-Dollar-Zahlung beim Verkauf der Formel 1 die "eigene Machterhaltung" gewesen sei.

Die Ermittler reagierten mit ihrem kurzen Statement auf die umfangreiche Erklärung Ecclestone zum Auftakt vor gut einer Woche. Diese hatte der 83 Jahre Brite von seinen Anwälten vortragen lassen. Er hatte darin seine Version erneuert, dass er sich vom damaligen BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky erpresst gefühlt habe.

Die generelle Zahlung der Summe von 44 Millionen US-Dollar beim Verkauf der Formel 1 vor rund acht Jahren an das Investmentunternehmen CVC bestreitet Ecclestone nicht. Wohl aber, dass er Gribkowsky damit bestechen wollte. "Die Frage des Grundes und Motivs wird Gegenstand der Beweisaufnahme sein", betonte Staatsanwalt Christian Weiß.

Begleitet wurde Ecclestone von seiner Ehefrau Fabiana Flosi. Insgesamt sind 26 Verhandlungstage vorgesehen.

Presseerklärung des Oberlandesgerichts zum Verfahren