Berlin/Stuttgart (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart will am Montag mitteilen, ob sie Beschwerde dagegen einlegt, dass das Landgericht die Anklage gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Porsche-Finanzvorstand Holger Härter nicht zugelassen hat.

"Die Frist für eine Beschwerde läuft am Montag aus. Wir werden dann unsere Entscheidung verkünden", sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Gegen Härter und seinen damaligen Chef Wiedeking hatte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Marktmanipulation erhoben - die Eröffnung eines Hauptverfahrens war vom Landgericht Stuttgart aber abgelehnt worden.

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf einen Insider, tendiert die Staatsanwaltschaft zu einer Beschwerde. Dies wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft der dpa nicht bestätigen. Sollten sich die Staatsanwälte gegen eine Beschwerde vor dem Oberlandesgericht entscheiden, könnten auch Aufsichtsräte von Porsche, darunter die Großaktionäre Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch, aufatmen, schreibt das Blatt.

Gegen sie hat die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zur Marktmanipulation ermittelt. Die Untersuchungen sind abgeschlossen und könnten in den kommenden Monaten in Anklagen münden. "Wenn es kein Verfahren gegen Wiedeking und Härter geben sollte, würden wir allerdings auch diese Verfahren einstellen", heißt es in Kreisen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft laut "Wirtschaftswoche". Wiedeking, Härter, Piëch und Wolfgang Porsche haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.