Slawjansk (dpa) - Die tagelang in der Ostukraine festgesetzten Militärbeobachter aus Deutschland und anderen Ländern sind wieder frei. Das meldete die russische Agentur Itar-Tass heute.

Ein deutsches Unterstützungsteam hält sich in der Ostukraine bereit, um die offensichtlich freigelassenen Militärbeobachter in Empfang zu nehmen. "Das deutsche Unterstützungsteam ist vor Ort und vorbereitet", hieß es heute Morgen im Auswärtigen Amt. Auch der Krisenstab in Berlin sei im Einsatz.

Die "Bild"-Zeitung zitierte einen der deutschen Bundeswehroffiziere mit den Worten: "Ich bin so glücklich, dass ich frei bin! (...) Wir haben die Feuergefechte mitbekommen, so etwas möchte ich keinem zumuten." In Slawjansk läuft eine "Anti-Terror-Operation" von Regierungseinheiten gegen die bewaffneten moskautreuen Aktivisten.

Die Militärbeobachter waren am 26. April bei einer Erkundungsfahrt im krisengeschüttelten Osten der Ukraine festgesetzt worden. Zu der Gruppe gehören auch ein Däne, ein Pole und ein Tscheche. Ein Schwede war aus gesundheitlichen Gründen bereits freigelassen worden. Das Schicksal von mindestens vier Ukrainern, die die Gruppe begleitet hatten, war zunächst unklar. Die Separatisten hatten angekündigt, die Offiziere gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen austauschen zu wollen.