Berlin (dpa) - Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich erfreut über die Freilassung der OSZE-Militärbeobachter im ostukrainischen Slawjansk geäußert.

"Dies ist ein wichtiger Schritt zur Deeskalation, die nach den schrecklichen Ereignissen in Odessa dringender denn je ist", sagte Schröder am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die erneute Androhung von Sanktionen hingegen bewirkt nichts. Ständiger Dialog und direkte Gespräche auf gleicher Augenhöhe sind der Schlüssel zur Lösung des Ukraine-Konflikts."

Schröders Büro bestätigte zudem, dass der Altkanzler mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei ihrem umstrittenen Treffen am 28. April über die Lage der OSZE-Militärbeobachter gesprochen habe.

Die in der Ostukraine freigelassenen Militärbeobachter sollten an diesem Samstag an einem Kontrollposten bei Slawjansk dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, übergeben werden.

Am Freitag waren in der Schwarzmeerstadt Odessa bei schweren Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern der Übergangsregierung in Kiew mindestens 46 Menschen getötet worden. Die Drohung mit schärferen Sanktionen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Barack Obama nach ihrem Treffen am Freitag im Weißen Haus ausgesprochen.