Berlin (dpa) - Nach guten Geschäften in den warmen Wintermonaten rechnet die deutsche Bauindustrie für dieses Jahr mit noch stärkerem Wachstum als bislang. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erhöhte seine Umsatzprognose am Mittwoch von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent.

Konjunkturtreiber bleibe der Wohnungsbau, sagte Präsident Thomas Bauer. Niedrige Zinsen, stabile Einkommen und wachsender Wohnungsbedarf in den Städten lassen die Unternehmen auf weitere Aufträge hoffen.

Ins neue Jahr sind sie schon mit kräftigem Schwung gestartet. In den ersten drei Monaten stiegen die Umsätze um 23 Prozent, wie der Verband auf Basis von Schätzungen mitteilte. Die Auftragseingänge legten um 7 Prozent zu. Für die milliardenschwere Branche sei dies ein Erfolg, der aber nicht überbewertet werden sollte, sagte Bauer. Denn das kräftige Umsatzplus sei vor allem auf die außergewöhnlich günstigen äußeren Bedingungen zurückzuführen.

Optimistisch ist die Branche auch für den Wirtschaftsbau. Im verarbeitenden Gewerbe seien viele Anlagen ausgelastet, es würden mehr Werkstatt- und Fabrikgebäude genehmigt, hieß es. Von der öffentlichen Hand erwarten die Bauunternehmen weniger. Bund und Länder fielen als Impulsgeber aus, allenfalls in Städten und Gemeinden werde es noch Investitionen geben.

Auf dem Bau finden nach Zahlen des Verbands immer mehr Menschen Arbeit. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten um 60 000 auf 760 000. In diesem Jahr kämen voraussichtlich 10 000 hinzu.

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