Nikolajew (dpa) - Direkte Gespräche zwischen Moskau und Kiew sind nach Ansicht des ukrainischen Regierungschefs Arseni Jazenjuk wegen der schweren Krise derzeit unmöglich. Russland habe "das System der europäischen Sicherheit vernichtet, gegen internationales Recht und die UN-Statuten verstoßen".

Das betonte der 39-Jährige am Mittwoch im südukrainischen Nikolajew beim dritten Runden Tisch.

Für die Wiederaufnahme der Beziehungen zum Nachbarn schlug er Gespräche im Beisein der USA und der Europäischen Union wie bereits im April in Genf vor. "Doch vor dem Treffen müssen wir wissen, worauf wir uns einigen wollen", sagte Jazenjuk.

Ein Abkommen über die Entwaffnung von Paramilitärs und die Freigabe besetzter Gebäude wird bisher nicht umgesetzt. Mit einem Runden Tisch will die prowestliche Führung einen Ausweg aus der Krise suchen. Militante Regierungsgegner sind dazu aber nicht eingeladen.

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