Weitere 218 000 Autos von General Motors müssen in die Werkstatt

Detroit (dpa) - Die nächsten Autos von General Motors müssen zur Reparatur. Nachdem der Opel-Mutterkonzern am Dienstag mehr als 2,4 Millionen Wagen in den USA wegen diverser Mängel in die Werkstätten gebeten hatte, folgten am Mittwoch weitere gut 218 000 Autos. Die Unterlagen seien am Vortag noch nicht fertig gewesen, erklärte ein Firmensprecher. GM hat damit in diesem Jahr 29 einzelne Rückrufe angestoßen mit einer Gesamtzahl von 13,8 Millionen Fahrzeugen alleine in den USA. In den neuesten Fällen geht es um den Chevrolet Aveo und Optra der Modelljahre 2004 bis 2008. Hier kann es zu einer Überhitzung des Steuermoduls für das Tagfahrlicht kommen und dadurch schlimmstenfalls zu einem Brand. Ob auch Fahrzeuge im Ausland betroffen sind, war zunächst unklar. General Motors veranschlagt für alle in diesem Jahr verkündeten Reparaturen 1,7 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro).

Studie: Kluft zwischen west- und ostdeutschem Arbeitsmarkt schrumpft

Nürnberg (dpa) - Auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer besteht nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern noch immer eine Kluft zwischen den Arbeitsmärkten in West- und Ostdeutschland. Sie sei aber in den vergangenen zehn Jahren deutlich geschrumpft, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Über sie hatte vorab auch die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. So seien zwischen 2007 und 2013 in den neuen Bundesländern viele neue Arbeitsplätze entstanden und die Arbeitslosigkeit spürbar zurückgegangen. Mit einer Quote von 10,7 Prozent liege sie aber noch immer fast doppelt so hoch wie im Westen.

Nach Milliardenbuße: Credit Suisse überprüft US-Geschäft

Zürich (dpa) - Nach der Rekordstrafe wegen Geschäften mit amerikanischen Steuerhinterziehern denkt die Schweizer Großbank Credit Suisse über eine Verkleinerung ihrer US-Aktivitäten nach. "Ich habe bereits angeordnet, dass wir diese Frage sehr genau prüfen", sagte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner der "Neuen Zürcher Zeitung"(Mittwoch). "Wir müssen die Risiken von hohen Rechtskostenberücksichtigen." Im Blick habe die Bank dabei vor allem dasInvestmentbanking.Die Credit Suisse (CS) hatte sich am Dienstag schuldig bekannt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben und einer Strafzahlung von 2,6 Milliarden Dollar in den USA zugestimmt. Es ist die höchste jemals in einem Steuerverfahren in den USA verhängte Buße.

EU bringt Russland wegen Anti-Dumping-Zöllen vor WTO

Brüssel (dpa) - Die EU bringt Russland wegen Anti-Dumping-Zöllen vor die Welthandelsorganisation WTO. Aus Sicht von Moskau gelangen Kleinlaster aus Deutschland und Italien zu künstlich niedrigen Preisen auf den russischen Markt (Dumping). Dagegen wehrt sich Russland mit Zöllen. Die EU hält dies nicht für gerechtfertigt und will nun Gespräche bei der WTO führen, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Falls die Beratungen nicht innerhalb von 60 Tagen zu einer Einigung führen, kann die EU eine Entscheidung der WTO einfordern. "Die Handelsbeschränkungen sind unvereinbar mit WTO-Recht", erklärte die EU-Kommission.

Piloten: Fünf deutsche Flughäfen mit schweren Sicherheitsmängeln

Berlin/Frankfurt(dpa) - Fünf größere Flughäfen in Deutschland weisen nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC)schwerwiegende Sicherheitsmängel auf. In einer am Mittwoch inBerlin veröffentlichten Liste erhielten die Flughäfen in Friedrichshafen, Weeze, Lübeck, Memmingen und Zweibrücken jeweils einen "Mangelstern". Die Sicherheitsvorkehrungen der deutschen Flughäfen entsprechen zwar den internationalen Vorschriften, nicht aber den höheren Ansprüchen der Piloten. Ganz ohne Mängel blieben von 30 untersuchten Standorten nur sechs: Leipzig/Halle, München, Berlin-Schönefeld, Stuttgart, Düsseldorf sowie erstmals Bremen.

Finanzaufsicht fordert mehr Datenschutz von Debeka Versicherung

Koblenz (dpa) - Die Finanzaufsicht Bafin hat der Debeka Versicherung Datenschutzmängel im Umgang mit möglichen neuen Kunden zur Last gelegt. Die Debeka werde der Forderung zügig nachkommen, die Fehler zu beseitigen, teilte die Versicherung mit. Sanktionen seien nicht verhängt worden. Hintergrund der Überprüfung waren Vorwürfe des illegalen Datenhandels. Das umstrittene System sogenannter Tippgeber, die gegen Provision Kontakte zwischen der Versicherung und Interessenten herstellen, sei nicht infrage gestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Koblenz und der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte ermitteln nach eigenen Angaben vom Mittwoch aber weiter.

Schäuble und Maas einig über mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt

Berlin (dpa) - Anbieter auf dem bisher weitgehend unregulierten "Grauen Kapitalmarkt" werden fester an die Kandare genommen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einigten sich auf einen "Aktionsplan für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt". Die strengeren Regeln sollen an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt werden. Neben schärferen Vorgaben für den "Grauen Kapitalmarkt" und mehr Transparenz bei Produkten sind mehr Befugnisse für die oberste Finanzaufsicht Bafin geplant. Union und SPD hatten sich bereits darauf verständigt, Kleinanleger künftig vor riskanten Finanzprodukten besser zu schützen. Die Bafin soll den kollektiven Schutz der Verbraucher als wichtiges Ziel ihrer Aufsichtstätigkeit erhalten.

Versicherungskunden beschweren sich häufiger beim Ombudsmann

Berlin (dpa) - Insbesondere der Streit um vorzeitig gekündigte Lebensversicherungen hat die Zahl der Beschwerden beim Ombudsmann für Versicherungen im vergangenen Jahr kräftig steigen lassen. Ombudsmann Günter Hirsch zählte hier mehr als 4300 Beschwerden und damit gut 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Über alle Versicherungstypen hinweg gab es einen Zuwachs um 8,6 Prozent auf gut 18 740, wie Hirsch am Mittwoch in Berlin sagte. Nicht bestätigt habe sich die Erwartung, dass das Elbe-Hochwasser die Beschwerdezahl steigen lassen würde.

Google plant bis zu 30 Milliarden Dollar für Zukäufe ein

Washington (dpa) - Google plant eine große Einkaufstour: Der Internet-Riese hält zumindest bis zu 30 Milliarden Dollar im Ausland für Zukäufe bereit. Die Zahl wurde in zuvor vertraulichen Unterlagen für die Börsenaufsicht SEC genannt, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das "Wall Street Journal" am Mittwoch übereinstimmend berichteten. Dort gab Google auch bekannt, eine riesige Übernahme im Wert von vier bis fünf Milliarden Dollar abgeblasen zu haben. Es sei ein ausländisches Unternehmen gewesen, den Namen nannte Google nicht.

Kabinett bringt Finanzierung von Banken-Abwicklungsfonds auf den Weg

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat die Weichen zur Finanzierung des europäischen Abwicklungsfonds zur Rettung angeschlagener Banken gestellt. Das Kabinett billigte am Mittwoch in Berlin ein Abkommen, mit dem der Transfer der auf nationaler Ebene erhobenen Bankenabgabe in den künftigen gemeinsamen Rettungsfonds geregelt wird. Dieser soll 2016 starten und bis zum Jahr 2024 schrittweise mit insgesamt 55 Milliarden Euro gefüllt werden. Den Großteil dürften deutsche Institute beisteuern, die bereits in einen nationalen Krisenfonds zahlen. Details der künftigen Bankenabgabe werden im Spätsommer erwartet.

Künftiger SAP-Chef McDermott stimmt Belegschaft auf Wandel ein

Mannheim (dpa) - Der künftig allein herrschende SAP-Chef Bill McDermott hat seine Belegschaft auf mehr Veränderung eingestimmt. Dazu gehöre auch, mögliche künftige Führungskräfte früh in die Verantwortung zu nehmen, sagte McDermott vor der Hauptversammlung in Mannheim. Hinter dem Softwarekonzern liegen eine Reihe von Vorstandswechsel. Noch Co-Chef Jim Hagemann Snabe soll am Mittwoch in den Aufsichtsrat gewählt werden. Erst am Montag hatte der Konzern seine Belegschaft über einen tiefgreifenden Umbau informiert, von dem einem Sprecher zufolge gut drei Prozent der weltweit 67 000 Mitarbeiter betroffen sein werden. Weil Bereiche im Zuge von SAPs Neuausrichtung auf Mietsoftware (Cloud Computing) zusammengelegt werden, fallen Arbeitsplätze weg. Am Ende des Jahres soll SAP aber mehr Mitarbeiter haben, so McDermott.

Erneut weniger Auszubildende in Deutschland

Wiesbaden (dpa) - Im vergangenen Jahr haben erneut weniger junge Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen als im Jahr zuvor. Insgesamt 525 300 Jugendliche schlossen einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems ab, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Das waren 4,3 Prozent weniger als im Jahr 2012. Die Zahl der Neuverträge sinkt seit 2007 nahezu kontinuierlich, wie das Amt berichtete. Gründe sind die geburtenschwachen Jahrgänge und die verstärkte Neigung der Schulabgänger, ein Studium zu beginnen.

Moderate Gewinne am deutschen Aktienmarkt

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch von der Aussicht auf mögliche Konjunkturimpulse aus den USA profitiert. Anleger erhoffen sich von dem am Abend anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Aufschluss über die weitere Geldpolitik der Amerikaner. Der Dax stand nach einem verhaltenen Start 0,51 Prozent höher bei 9688 Punkten. Damit tritt das Börsenbarometer gleichwohl seit dem vergangenen Donnerstag praktisch auf der Stelle. Deutliche Impulse blieben aus. Der MDax stieg um 0,42 Prozent auf 16 313 Punkte und der TecDax legte um 0,48 Prozent auf 1244 Punkte zu. Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,13 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3676 (Dienstag: 1,3702) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7312 (0,7298) Euro.