Frankfurt/Main (dpa) - Im Tarifstreit der Lufthansa-Piloten hat ein externer Moderator seine Arbeit aufgenommen. Er soll helfen, den Konflikt zwischen der Airline und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu lösen. Beide Seiten bestätigten Gespräche mit dem Mediator und das Interesse an konstruktiven Lösungen.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, der Mediator sei vor einigen Wochen hinzugezogen worden. Streiks sind vorerst weiterhin nicht geplant: "Wir sind mental nicht auf Streik eingestellt, sondern auf Lösungen", sagte ein VC-Sprecher. Zum Inhalt der Gespräche und zur Person des Moderators machten weder VC noch Lufthansa Angaben. Der Gewerkschaft zufolge sind weitere Gespräche geplant.

Der Tarifkonflikt um die Übergangsregelung und höhere Gehälter hatte Anfang April mit rund 3800 Flugausfällen zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte geführt. Bereits damals hatte Lufthansa einen externen Moderator ins Spiel gebracht. Im Schnitt gehen Lufthansa-Piloten derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Die Airline will das Eintrittshalter wegen der hohen Kosten und der auf 65 Jahre hochgesetzten Altersgrenze für Verkehrspiloten merklich erhöhen. Dagegen wehren sich die Piloten.