Unterhaching (SID) - Volleyball-Bundesligist TSV Unterhaching setzt seine Suche nach Sponsoren für die kommende Spielzeit fort und nimmt dafür auch eine mögliche höhere Strafzahlung an die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) in Kauf. 

"Die Frist lautet 31. Juli, danach geht es nicht mehr, das sind dann knapp 50.000 Euro Strafe, und wir brauchen auch die Spieler", sagte Trainer Mihai Paduretu auf einer Pressekonferenz am Freitag. Hätte Unterhaching, das zur Schließung der durch den Ausstieg des Hauptsponsors Generali entstandenen Lücke händeringend nach neuen Geldgebern sucht, die Erstligalizenz am Freitag zurückgegeben, wäre die Strafe niedriger ausgefallen. Doch die Macher entschlossen sich, ihre Suche nach neuen Geldgebern bis zur Frist am 31. Juli zu verlängern.

"Wir wollen den letzten Strohhalm nutzen und weiter versuchen, Sponsoren zu finden. Für uns heißt das, dass wir weitere zwei Monate Zeit haben, um noch einen Sponsorenpool zu finden. Wir wollen nichts unversucht lassen, Volleyball in München zu erhalten", sagte Unterhachings Manager Josef Köck. Sollte es nicht gelingen, bis Ende Juli ein Budget von mindestens 750.000 Euro zusammen zu bekommen, käme dann das Aus für den viermaligen Pokalsieger. 

"Leistungssport beginnt im Volleyball ab 750.000 Euro. Wenn noch eine Firma mit größerem Betrag einsteigen wird, haben wir auch Signale von unseren kleineren Sponsoren, die dann weitermachen würden", sagte Paduretu.