New York (dpa) - Die Kämpfe im Irak haben die Ölpreise am Donnerstag auf den höchsten Stand seit acht Monaten getrieben. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 112,20 US-Dollar. Das waren 2,25 Dollar mehr als am Mittwoch.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg um 1,60 Dollar auf 106,00 Dollar. Zeitweise erreichte der US-Ölpreis bei 106,50 Dollar den höchsten Stand seit vergangenen September.

Die Unruhen im Irak sind derzeit das beherrschende Thema am Ölmarkt. Viele Experten zeigten sich überrascht über das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Vormarschs der radikal-islamistischen Terrorgruppe Isis. Sollte der Vormarsch der Rebellen im Opec-Staat fortgesetzt werden, könnten die Sorgen am Ölmarkt schnell weiter steigen, hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank. Die Frage sei auch, wie die Nachbarländer Iran und Türkei auf die Kämpfe im Irak reagieren.

Nach dem schnellen Vormarsch der Rebellen im Irak hat die Armee des Landes mittlerweile zum Gegenschlag angesetzt und Teile der von Rebellen besetzten Gebiete zurückerobert. Dennoch sprechen Rohstoffexperten von einer geopolitischen Bedrohung, die am Ölmarkt für steigende Preise sorgt.