Berlin (AFP) Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat seinen Afghanistan-Sonderbeauftragten nach Kabul geschickt, um ein Scheitern des ersten demokratischen Machtübergangs seit dem Sturz der Taliban zu verhindern. Botschafter Michael Koch sei am Donnerstag aus Berlin in die afghanische Hauptstadt gereist und habe dort mit den beiden Präsidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani gesprochen, teilte das Auswärtige Amt am Sonntag auf Nachfrage mit. Koch habe dabei die Botschaft übermittelt, dass die "historischen Chancen" der Präsidentschaftswahl "nicht verspielt werden" dürfen.