Berlin (SID) - Die bislang gute Bilanz der amerikanischen Mannschaften bei der Fußball-WM in Brasilien ist für Bundestrainer Joachim Löw keine Überraschung. "Die Süd- und Mittelamerikaner wollen auf ihrem Kontinent zeigen, wie gut sie sind. Sie sind unglaublich laufstark, sie wollen sich beweisen - und das klappt. Auch weil sie es gewohnt sind, auch mal mittags zu spielen, unter klimatischen Bedingungen, die wir nicht kennen", sagte Löw im Gespräch mit der Bild am Sonntag.

Die Hälfte der 16 Achtelfinalisten beim laufenden WM-Turnier kommt aus amerikanischen Staaten. Die stärkste Fraktion stellt Südamerika mit den schon als Viertelfinalisten feststehenden Teams aus Brasilien und Kolumbien sowie Argentinien und den bereits ausgeschiedenen Achtelfinalisten Chile und Uruguay. Aus Mittelamerika überstanden Mexiko und Costa Rica die Vorrunde, Nordamerika ist durch die USA in der Runde der besten 16 vertreten. Zum Vergleich: Europa brachte nur sechs Teams ins Achtelfinale, Afrika lediglich zwei Mannschaften. 

"Es ist das eingetreten, was ich vorhergesagt habe", meinte Löw zu den teilweise unerwarteten Problemen etablierter Fußball-Großmächte wie den schon gescheiterten Teams aus Spanien, Italien und England: "Ich habe noch nie erlebt, dass so große Nationen so früh ausgeschieden sind."