Porto Alegre (SID) - Rabah Madjer (56) ist einer der größten Spieler, die der algerische Fußball jemals hervorgebracht hat. Der Stürmer war 1982 beim 2:1-Sensationssieg der Nordafrikaner gegen Deutschland bei der WM in Spanien zum 1:0 erfolgreich. 

1987 im Finale im Europapokal der Landesmeister gegen Bayern München in Wien avancierte er erneut zum Schreckgespenst. Der Torjäger traf beim 2:1-Sieg des FC Porto per Hackentor zum 1:1.

Er bestritt für Algerien zwischen 1978 und 1992 insgesamt 87 Länderspiele und erzielte dabei 40 Treffer. - Für den Sport-Informations-Dienst (SID) stellt Madjer die Spieler des deutschen Achtelfinal-Gegners vor.

 

Torhüter:

23 - Rais M'Bolhi (28/27/0, ZSKA Sofia): "Umstritten wegen vieler Fehlzeiten in Sofia. War unumstritten spielentscheidend gegen Russland. Gut auf der Linie, Schwächen beim Herauslaufen, hat schon in Südafrika bewiesen, dass er das Zeug zu einem großen Torwart hat. Bleibt ein Rätsel."

 

Verteidigung:

20 - Aissa Mandi (22/4/0, Stade Reims): "Hat Zukunft. Dank der Nationalmannschaft Stammspieler geworden. Technisch perfekt wird bald ein besseres Verein als Reims finden. Ihm fehlt Erfahrung. Momentan noch zu untentschlossen im Offensivspiel."

2 - Madjid Bougherra (32/64/4, Lekhwiya SC): "Das ist die Seele der Mannschaft. Er spielt seit 2004 für Algerien. Mit seiner Kampfstärke schafft er es, jeden Gegenspieler im direkten Duell auszuschalten. Technisch gut, nur seine Kondition wirft Fragen auf, weil er seit drei Jahren in Katar spielt und deshalb sicherlich einige seiner Qualitäten verloren hat."

5 - Rafik Halliche (27/32/2, Academica Coimbra): "Als WM-Teilnehmer 2010 in Südafrika war er in Brasilien nicht als Stammspieler gesetzt, was sich nach seinem Tor gegen Südkorea geändert hat. Kopfballstark, aggressiv, macht er manchmal den Eindruck, übermotiviert zu sein."

6 - Djamel Mesbah (29/28/0, AS Livorno): "Solide gegen Südkorea und Russland, moderner Außenverteidiger, kampfstark und intelligent in seinem Positionsspiel. Hat beim AC Mailand gelernt, mit seinen Angreifern zu kombinieren. Manchmal fehlt es ihm an Geschwindigkeit."

 

Mittelfeld defensiv:

12 - Carl Medjani (29/29/1, FC Valenciennes): "Eigentlich Innenverteidiger. Ausnahmsweise als Abräumer im defensiven Mittelfeld platziert, überzeugt er durch seine Zweikampfstärke."

14 - Nabil Bentaleb (19/6/1, Tottenham Hotspur): "In Tottenham scheut er keinen Zweikampf. Aber in der algerischen Nationalmannschaft sorgt er dafür, Bälle abzufangen und mit seinem linken Fuß sofort Konter einzuleiten. Bei dieser WM steht er im Schatten der offensiven Mittelfeldspieler, aber er besitzt alle Qualitäten, ein Star zu werden. Zur Erinnerung: Er ist erst 19 Jahre alt.

 

Mittelfeld offensiv:

10 - Sofiane Feghouli (24/22/6, FC Valencia): "Das ist der technische Chef dieser Mannschaft. Der offensive Mittelfeldspieler von Valencia schlägt Pässe weit über dem Mittelmaß, weil er eine Vision des Spiels hat, weil er auch verteidigen kann und das Trikot von Algerien ihm unglaubliche Kräfte verleiht. Mit Brahimi bildet er ein extrem gefährliches Mittelfeld, das die beste Verteidigung auseinandernehmen kann."

11 - Yacine Brahimi (24/8/1, FC Granada): "Das ist der Künstler in der Truppe. Die Brasilianer vergleichen ihn mit Garrincha. Technisch steht er über allen. Er denkt nur nach vorne. Manchmal fehlt ihm der tödliche Pass. 2012 haben sich Borussia Mönchengladbach um Lucien Favre ernsthaft für ihn interessiert. 

18 - Abdelmoumene Djabou (27/10/2, Club Africain Tunis): "Die Überraschung der Mannschaft. Der 1,64 m große Linksfuß wird bereits als algerischer Messi gefeiert. Manchmal fehlt ihm die Durchschlagskraft und die physische Power, um ein Spiel über 90 Minuten durchzustehen."

 

Angriff:

13 - Islam Slimani (26/23/12, Sporting Lissabon): "Er ist der Star der Mannschaft. Er wird inzwischen mit Robert Lewandowski verglichen. Perfekter Stürmer für ein 4-2-3-1, ist immer eine Gefahr. Er riecht jede Tormöglichkeit. Im letzten Jahr waren Mainz und Freiburg an ihm interessiert. Herausragender Kopfballspieler, es fehlt ihm noch ein wenig an Technik. Mit zwei Toren und einer Vorlage war er entscheidend an der Qualifikation Algeriens beteiligt.

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