Tujetsch (dpa) - Voller Tatendrang und der Kälte zum Trotz will ein Chemie-Professor aus Baden-Württemberg den Rhein von der Quelle bis zur Mündung entlangschwimmen. Ziel neben Rotterdam: für seine Hochschule ein Analyse-Gerät kaufen können.

Sprung ins kalte Wasser: Der Chemiker und Extremsportler Andreas Fath (49) hat im Tomasee bei Tujetsch in der Schweiz sein Abenteuer begonnen, den Rhein von der Quelle bis zur Nordsee hinunterzuschwimmen. Die rund 1230 Kilometer bis zur Mündung in den Niederlanden will der Hochschulprofessor aus Baden-Württemberg seit Montag in 25 Etappen bis Ende August schaffen.

Das Schwimmvergnügen am ersten Tag dauerte allerdings nur drei Minuten: Weil sich der Rhein vom Tomasee aus zunächst in einen Gebirgsbach verwandelt, muss Fath einen Teil der insgesamt 52 Kilometer langen Strecke bis Ilanz mit dem Rad zurücklegen, berichtete er nach der ersten Schwimmstrecke.

Trotz eisigen Wassers im Tomasee ist Fath guter Dinge. "Die Sache muss einfach laufen", sagte er. Er hofft, mit der Aktion Sponsoren für ein Wasser-Analyse-Gerät zu finden.

Drei Wochen zuvor hat sich bereits der Schweizer Ernst Bromeis aufgemacht, den Rhein zu durchschwimmen. Inzwischen ist er in Iffezheim am Oberrhein in Baden-Württemberg angekommen, muss dort aber wegen eines Hochwassers eine Zwangspause einlegen, wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtete. An der letzten Schleuse der Rhein-Expedition sei ein Schwimmverbot verhängt worden. Wie lange die Pause dauere, sei noch nicht abzuschätzen, hieß es.

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