Istanbul (AFP) Der deutsch-türkische Erfolgsregisseur Fatih Akin hat eine Filmproduktion über das Schicksal des ermordeten armenischen Journalisten Hrant Dink abgeblasen - weil er nach eigenem Bekunden keinen türkischen Hauptdarsteller finden konnte. Das fertige Drehbuch sei von allen angefragten Mimen als "zu drastisch" kritisiert worden, sagte Akin der türkisch-armenischen Wochenzeitung "Agos". Stattdessen wolle er nun einen nicht weniger konfliktträchtigen Leinwandstreifen namens "The Cut" in die Kinos bringen, der vom Massenmord an den Armeniern unter der Herrschaft des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg handeln soll.