Mossul (dpa) - Der weitere Vormarsch der Terrorgruppe Islamischer Staat im Norden des Iraks hat eine panische Massenflucht ausgelöst. Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen rund 200 000 Menschen aus Angst vor der Schreckensherrschaft der Extremisten vor allem in das Sindschar-Gebirge im Westen der Großstadt Mossul. Die meisten Flüchtlinge waren Mitglieder der religiösen Minderheit der Jesiden. In den betroffenen Gebieten brach Chaos aus. "Die Bewaffneten bringen uns alle ohne Gnade um", sagte ein Bewohner der dpa. Die Terrorgruppe beherrscht mittlerweile weite Gebiete im Norden und Westen.