Gaza/Tel Aviv (dpa) - Bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern unter Vermittlung Ägyptens zeichnet sich nach Medienberichten noch keine Einigung ab.

Ein israelischer Regierungsbeamter sagte dem israelischen Rundfunk zufolge, eine dauerhafte Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen sei bei den Gesprächen in Kairo noch nicht in Sicht.

Die ägyptische Zeitung "Al-Shorouk" hatte gestern einen Fahrplan für eine langfristige Feuerpause veröffentlicht, der von den ägyptischen Vermittlern stammen soll. Demnach soll unter anderem die Fangzone für palästinensische Fischer im Mittelmeer ausgeweitet werden. Außerdem sollten Sicherheitskräfte von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an der Grenze des Gazastreifens mit Israel stationiert werden. Die Hamas müsse im Gegenzug unter anderem ihre Tunnelaktivitäten einstellen.

Israel hat während des jüngsten Gaza-Krieges mehrere Dutzend dieser Tunnel zerstört, um ein Einsickern von bewaffneten Palästinensern nach Israel zu verhindern. Die indirekten Verhandlungen sollen nach dreitägiger Pause am Sonntag in der ägyptischen Hauptstadt fortgesetzt werden.

Ägyptischer Vorschlag in der Times of Israel