Offenbach (dpa) - Nebel, Nordluft, Nieselregen: Der Hochsommer hat sich aus Deutschland verabschiedet. Vor allem nachts sinken die Temperaturen inzwischen auf Werte, wie sie sonst im Herbst vorkommen.

Im nordbayerischen Bad Königshofen wurden in der Nacht zum Freitag gerade einmal 2,1 Grad gemessen, und auch tagsüber verzeichnen die Wetterstationen in Deutschland meist nur kühle 15 bis 20 Grad.

"Seit neun Tagen fehlt vom Hochsommer bundesweit also jede Spur", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Daran werde sich auch in den letzten August-Tagen nichts ändern, denn es fließe weiter kalte Luft vom Nordmeer zu uns.

Dass es auch ganz anders geht, zeigt ein Vergleich mit dem Jahr 2012: Damals brachte eine Südströmung extrem heiße Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland.

Am 20. August 2012 wurden nach DWD-Angaben zum Höhepunkt der Hitzewelle in Dresden-Hosterwitz 39,8 Grad gemessen. "Das sind fast 20 Grad mehr als im aktuellen Jahr. Zudem traten nachts auch oft Tropennächte auf, bei der die Temperatur vielerorts nicht mal mehr unter 20 Grad sank", sagte der DWD-Meteorologe.

Das sind Nachttemperaturen, die in diesem August nicht einmal tagsüber erreicht werden.

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