Berlin (SID) - Wasserspringer Sascha Klein hat seinen dritten EM-Titel vom Turm verpasst. Der Synchron-Weltmeister musste sich bei den Titelkämpfen in Berlin wegen eines verpatzten Handstandsprungs im dritten Durchgang mit Bronze (530,90 Punkte) zufrieden geben. Der Rückstand des Dresdners zum überragenden Sieger Viktor Minibajew aus Russland war mit 55,20 Punkten am Ende deutlich. Silber holte der britische Olympia-Dritte Thomas Daley (535,45).

Patrick Hausding, der bei seinem Handstandsprung ebenfalls Probleme hatte, ging nach zuvor dreimal Gold und einmal Silber als Vierter (515,40) in seiner Nebendisziplin erstmals leer aus. Damit scheiterte der Berliner nur knapp an seinem EM-Rekord von 2010, als er fünf Medaillen gewann.

Im Synchronspringen der Frauen vom Drei-Meter-Brett sicherte sich wenig später das deutsche Duo Tina Punzel/Nora Subschinski (313,50) Silber hinter den italienischen Serien-Siegerinnen Tania Cagnotto/Francesca Dallapé (328,50), die sich zum sechsten Mal in Folge den EM-Titel sicherten. 

"Im dritten Sprung habe ich leider einen Fehler eingebaut, den ich wieder ausbügeln musste. Ich habe mich wieder rangekämpft und konnte mir Bronze greifen", sagte Klein, der in seiner Paradedisziplin 2010 und 2011 EM-Gold geholt hatte. 

Auch Hausding war zufrieden, auch wenn er diesmal bei der Siegerehrung nicht auf dem Podium stand: "Das ist nicht schlimm. Der vierte Platz ist ein super Ergebnis, weil es eine Disziplin ist, die ich eher nebenbei betreibe."

Mit seiner Ausbeute von Berlin geht Hausding dennoch in die EM-Geschichte ein. Nur Russlands Sprung-Ikone Dimitri Sautin hatte vor 14 Jahren in Helsinki bei einer EM ebenfalls drei Titel und einen zweiten Platz erreicht.

Bundestrainer Lutz Buschkow war nach dem Turm-Einzel hoch zufrieden: "Es gab einen verdienten Europameister, aber unsere Jungs haben sich super verkauft.