Kamen (SID) - Bundestrainer Joachim Löw rechnet im EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland am Sonntag in Dortmund (20.45/RTL) nicht mit Pfiffen gegen Mario Gomez und Mario Götze. "Dortmund steht für Unterstützung, wir haben dort gute Erfahrungen gemacht", sagte Löw.

Gomez war zuletzt in vielen Länderspielen ausgepfiffen worden, der Ex-Dortmunder Götze regelmäßig bei seiner Rückkehr mit Bayern München. "Mario Götze ist am Sonntag Nationalspieler, er hat das entscheidende Tor im WM-Finale geschossen. Deshalb gehe ich davon aus, dass das deutsche Publikum ihn feiern wird", sagte Löw. Offensivspieler André Schürrle meinte: "Ich glaube, dass das Dortmunder Publikum schlau genug ist, unsere Spieler unterstützen." 

Die Schmähungen gegen Gomez im Spiel gegen Argentinien am Mittwoch in Düsseldorf (2:4) ärgern den Bundestrainer aber immer noch. "Pfiffe gegen eigene Spieler, das ein oder andere Mal sogar schon vor dem Anpfiff oder bei der Einwechslung, halte ich nicht für fair. Das hilft dem Spieler nicht weiter, und das hilft unserer Mannschaft nicht weiter", erklärte er: "Grundsätzlich erwarte ich einen fairen Umgang mit eigenen Spielern im Stadion." 

Gomez kämpfe nach seiner Verletzung "im Moment noch mit seiner Form, aber er hat für die Nationalmannschaft und den deutschen Fußball schon wahnsinnig viel getan. Und wenn Mario in guter Form ist, ist er Weltklasse, einer der besten Stürmer, die es gibt."