Kabul (dpa) - In Afghanistan zeichnet sich im Streit um den Ausgang der Präsidentenwahl auch bald drei Monate nach der Abstimmung keine Einigung ab. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier appellierte in Kabul an die zerstrittenen Lager, eine "Regierung der nationalen Einheit" zu bilden. Damit hatte er bei den zwei verbliebenen Kandidaten, Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah, zunächst jedoch keinen Erfolg. Beide beanspruchen den Sieg in der Stichwahl und damit die Nachfolge von Präsident Hamid Karsai für sich.