Moskau (dpa) - Fünf Jahre nach dem Verkauf des Ölkonzerns Bashneft will der russische Staat von dem wegen Geldwäsche angeklagten Oligarchen Wladimir Jewtuschenkow die Rückgabe der Firma erzwingen.

Die Privatisierung sei damals unter schweren Gesetzesverstößen abgelaufen, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Marina Gridnewa, in Moskau. Die Bashneft-Aktien seien deshalb nun im Interesse des russischen Staates gesperrt worden.

Bashneft gehört zu Jewtuschenkows Mischkonzern AFK Sistema. Ziel eines Gerichtsverfahrens sei es, die Aktien dem ursprünglichen Eigentümer zurückzugeben, sagte Gridnewa.

Der Milliardär Jewtuschenkow, einer der reichsten Männer Russlands, steht unter Hausarrest. Das Moskauer Schiedsgericht soll am 9. Oktober über die Klage der Generalstaatsanwaltschaft auf Rückgabe der Aktien entscheiden. Das Gericht ließ zudem die Bashneft-Aktien sperren. Die Aktien von AFK Sistema und Bashneft brachen am Freitag im Handel an der Moskauer Börse ein.

Verantworten in dem Verfahren müssen sich neben Jewtuschenkow der frühere Bashneft-Chef Ural Rachimow, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, sowie ein weiterer inhaftierter Unternehmer. Das Verfahren war im April eröffnet worden.

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