Köln (SID) - Der Fußball-Weltverband FIFA erhöht den Druck im Kampf gegen undurchsichtige Transfers und illegale Spielervermittler. Bei der Sitzung des Exekutivkomitees in Zürich am Freitag kündigte Präsident Joseph S. Blatter an, die Dritteigentümerschaft an Spielern oder deren Transferrechten verbieten zu wollen. "Das kann nicht umgehend umgesetzt werden, aber es wird eine Reformperiode geben, um das Verbot durchzusetzen", sagte der 78-jährige Schweizer, der für eine fünfte Amtszeit an der FIFA-Spitze kandidieren wird.

Michel Platini als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nahm die Entscheidung mit Wohlwollen auf. "Ich freue mich für den Fußball und die Spieler. Ich warne seit Jahren vor dieser Praxis, die eine Gefahr für unseren Sport darstellt", sagte der 59-Jährige.

Der Franzose hatte beim UEFA-Kongress im März in Astana Blatter zu Reformen aufgefordert. Durch die sogenannte "Third Party Ownership" würden die Spieler "immer häufiger undurchsichtigen Gesellschaften mit Sitz in Steuerparadiesen" gehören, "bei denen unklar ist, welcher Spielervermittler oder Investmentfonds dahintersteckt", sagte Platini damals: "Einige Spieler sind schlicht und ergreifend nicht mehr Herr ihrer sportlichen Karriere und werden Jahr um Jahr weiterverkauft, um die Gier dieser Unbekannten nach dem Geld aus dem Fußball zu stillen."