Istanbul (dpa) - Die türkische Armee hat erstmals seit mehr als eineinhalb Jahren Luftangriffe auf Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im eigenen Land geflogen. Die PKK warf dem Militär daraufhin eine Verletzung der Waffenruhe vor, die die kurdische Organisation im März vergangenen Jahres ausgerufen hatte. Die Kämpfe um die syrisch-kurdische Grenzstadt Kobane haben die Spannungen zwischen der PKK und der türkischen Regierung verschärft. Die PKK wirft Ankara vor, einem drohenden Massaker an den Kurden in Kobane durch die sunnitische Terrormiliz IS tatenlos zuzuschauen.